Äußerst Kleid-sam: Warum Sie Ihre Kleider nie in den Winterschlaf schicken sollten

copyright: Regina Tremmel

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Welches Kleidungsstück lässt jede Frau weiblicher und wertvoller aussehen? Das Kleid! Dennoch fristen die meisten ein Schattendasein in einem selten frequentierten Sonderabteil des Kleiderschranks zusammen mit Braut-, Abend-, Trauerkleidern und Trachten. Ans Tageslicht dürfen sie meist nur zu besonderen Anlässen oder im Hochsommer. Dabei eignet sich die kühle Jahreszeit ganz besonders dafür, seine Kleider täglich auszuführen. 9 Bedenken, die ich gerne widerlege:

Bei uns im Büro ist niemand so schick“ – Darum gibt es inzwischen Kleider in allen Formen und Materialien. Um nicht „schickgemacht“ zu wirken, kommt es vor allem auf die Kombinationen an. Gemeinsam etablieren wir schnell Ihren unkomplizierten Kleider-Stil für jeden Tag.

Kleider sind unbequem“ – Gerade Businessfrauen sind immer mehr vom Gegenteil überzeugt, wenn wir die richtigen Kleider auswählen. In meiner Praxis erlebe ich oft, dass Hosen-Frauen beim Thema Kleid nur an die sexy Etuikleider aus amerikanischen Anwalts-Serien denken. Ja, wenn die keinen Stretch-Anteil haben, sitzen sie am besten im Stehen und zwicken und rutschen unangenehm hoch, sobald man sitzt. Doch haben Sie schon mal ein weich fallendes Chiffon- oder Satinkleid, ein locker sitzendes Sixties-Kleid, ein gerafftes Jersey-Kofferkleid, ein Kleid aus Stretch-Spitze oder -Leder oder gar Neopren probiert? Ich zeige Ihnen gerne die für Sie schmeichelndste und praktischste Form.

Das ist mir zu kalt“ – Darum können Sie mit Lederjacken, Strick-Cardigans, Blazern, Gehröcken drüber oder Blusen und Rollis drunter nicht nur immer wieder den Stil Ihres Auftrittes, sondern auch die Wärme variieren. Da es inzwischen sogar Warmhalte-Strumpfhosen in 100 und 200 Den gibt, möchte ich mit Ihnen wetten, dass diese wärmer als eine Jeans sind, die per se nämlich eigentlich gar nicht wärmt. Zusammen mit coolen gefütterten oder Overknee-Stiefeln, die sich wie eine dicke Strumpfhose ans Bein schmiegen, sind Sie viel wärmer und bequemer eingepackt als in einer Hose.

Ich mag keine Strumpfhosen“ – Das habe ich auch sehr oft von meinen Kundinnen gehört, doch bisher konnte ich jeder die passende empfehlen, die nicht juckt, einzwängt, rutscht oder reißt.

Ich mag meine Beine nicht“ – Tja, dann sollten Sie erst recht Kleider mit Stiefeln lieben, denn die kaschieren Dellen an den Oberschenkeln, dicke Knie, Besenreiser und Krampfadern, stramme Wadeln, unförmige Fesseln, Narben aller Art und Wasser in den Füßen!

Ich kann nicht auf High Heels laufen“ – Die gute Nachricht: Das müssen Sie auch nicht! Sneakers und rustikale Boots zum Kleid sind schon lange DIE Alltagskombination. So können Sie ein elegantes Anlass-Kleid für jeden Tag „downdressen“.

Wenn ich was esse, sieht man meinen Bauch“ – In der Hose auf jeden Fall, aber sicher nicht, wenn Sie ein Kleid aus besonders steifen oder fließenden Stoffen tragen. Das legt sich nämlich nie auf Ihre Problemzonen. Bei einer Oberteil-Hosen/Rock-Kombi lenkt die optische Unterbrechung in der Bauchgegend allerdings jeden Blick automatisch dorthin.

Jeans und T-Shirts sind einfach praktisch“ – Kleider, die Sie waschen und ohne bügeln wieder anziehen können, noch mehr! Da müssen Sie sich aber nie über die Kombinationen den Kopf zerbrechen, sind immer schnell und feminin angezogen, ohne dass irgendwas irgendwo rausrutscht, wenn Sie sich bewegen.

Mit meinen Kindern mach ich mich ständig schmutzig“ – Darum sollten Sie auch nie Kleider kaufen, die Sie nur reinigen können. Gott sei Dank gibt es derzeit soooo viele wunderbar praktische und bequeme Stoffe für den Alltag. Gerne finden wir gemeinsam die Richtigen auch für Sie.

Ganz ehrlich… wenn die Trümmerfrauen unser Land in hübschen Kleidern wiederaufbauen konnten, können wir damit auch durch unseren bequemen komplexen Alltag kommen, oder?

Das Geheimnis bequemer High Heels

Ein Mann sagte mal zu mir, ich würde auf High Heels einen Marathon laufen können. Das stimmt. Wie das geht?

Ich will Ihnen mein ganz persönliches Schuh-Geheimnis verrate: Ich boykottiere alle Schuhe, die unbequem sind! Aber trage ich deshalb nur Sneakers und FlipFlops? Mitnichten! Ich besitze eine wunderhübsche Sammlung schönster Schuhschmuckstücke in allen Höhen, Farben und Materialien. Einzige Gemeinsamkeit: Ich könnte jederzeit einen Marathon darin zurücklegen.

Innerlich muss ich häufig grinsen, wenn mir eine Neukundin beim ersten Kennenlernen einen Vortrag darüber hält, warum sie keine hohen Absätze tragen kann, warum sie ungern Schuhe kauft, und warum die unbedingt nur bequem, aber nicht schön sein müssen. Bisher habe ich es noch immer geschafft, diese Schuh-Pessimistinnen zu Schuh-Fetischistinnen zu bekehren.

„Die richtige Konstruktion des perfekten High Heels ist ein architektonisches Meisterwerk, das leider nur wenige beherrschen.“ Jasmin Leheta

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Darum rufe ich hier öffentlich zum Boykott auf! Designer, die fußzerstörende Folterinstrumente herstellen, dürfen wir nicht belohnen, indem wir ihre Werke kaufen und ungetragen zum Bewundern in den Schrank stellen. Die Nachfrage regelt das Angebot… Frauen, kauft nie mehr unbequeme High Heels, dann werden sie auch nicht mehr hergestellt!

Diese fünf Kriterien helfen Ihnen bei der Entscheidung für Ihren nächsten Traumschuh. Ihr idealer High Heel sollte…

  1. …Ihre Looks ergänzen:

Zum Bohemian Style passen Wedges oder Stiefel im Vintage-Look eindeutig besser als ein klassischer Lack-Pumps, der aber das elegante „i“-Tüpfelchen für die Used-Look-Jeans mit Holzfällerhemd ist.

  1. …zu Ihrem Typ passen:

Ein sachlicher Mensch sieht in einem verspielten Blümchenstoff-Ballerina verkleidet aus, in androgynen Chelsea Boots oder Brogues aber zuhause, und eine Diva sollte auch ihre Schuhe mit Glanz und Gloria einkaufen.

  1. …zu Ihrem Leisten passen:

Jede Marke stellt unabhängig von Modetrends ihre eigene Form her. Selbst wenn Sie sich also aufgrund der Optik in einen Schuh verliebt haben, heißt das noch nicht, dass die Passform auch ihrem Fuß entspricht. Jede Frau braucht ihre individuelle Höhe und Form. Ich weiß genau, welche Schuhmarken welche Form haben und wo Sie Ihre persönlichen Evergreens finden. Aha-Effekt garantiert!

  1. …Ihrem Lebensstil entsprechen:

Wer beruflich viel sitzt, trägt andere Schuhe als jemand, der viel auf Messen oder Baustellen, im Einzelhandel, Vertrieb, in der Gastronomie zu Fuß unterwegs ist oder gar im Kindergarten auf Knien rutscht. Tanzen Sie gerne oder klettern Sie lieber, ackern Sie im Garten oder spielen mit Ihren Kleinen im Sand, segeln oder boxen Sie – all das sollte Ihr Bestand an Schuhen widerspiegeln.

  1. …länger als eine Saison aktuell sein:

Wenn wir Ihre Schuhe auf Ihr individuelles Styling-Konzept abstimmen, dann werden Sie auch mit Trend-Tretern lange up to date anstatt von gestern sein.

Frauen und Schuh-süchtig? Von wegen…

Meiner Erfahrung nach besitzen viele von Ihnen zu wenig Schuhe. Mit einer breitgefächerten Auswahl verschiedener Höhen, Farben, Formen, Materialien im Schrank vernichten Sie Ihr Lieblingspaar nicht in einer Saison, sondern haben lange was von Ihrem kostbaren Kapital im Schuhschrank.

Um Ihren beanspruchten Füßen eine Verschnaufpause zu verschaffen, brauchen sie Abwechslung bei Absatzhöhe, Form und Gewicht. Und das am besten mehrmals täglich. Ihre Füße werden es Ihnen danken, und vielleicht auch Ihr Mann, denn nichts hat mehr Sex-Appeal als ein Bein in einem High Heel!

Die fünf Fehler, die Frauen beim High Heels-Kauf machen, hat die Redaktion der COSMOPOLITAN zusammengestellt. Sie brauchen noch einen Geheimtipp für Ihre High Heels mit Hausschuh-Gefühl? Dann rufen Sie mich gerne an!

Wie viele ungetragene High Heels haben Sie im Schrank?