Warum Bodyshaming auch von Bekleidungsherstellern gepusht wird

Passende Kleidung für alle Menschen – das sollte ein Grundrecht sein. Doch die Realität ist eine andere und Bekleidungsproduzenten schneidern konsequent an einem großen Kundenpotenzial vorbei. Wo ich überall Bodyshaming entdecke und was ich dagegen unternehme.

Neulich bekam ich einen Newsletter von MANGO mit der Ansage „NUN SIND WIR EINS“. Der Fashion Store hatte neben H&M und C&A als einer der wenigen in dieser Preisklasse eine Damen-PlusSize-Linie namens VIOLETA herausgebracht, die man in einer der Münchner Filialen im Untergeschoss finden konnte. Wann immer ich mit einer Kundin dort war, waren wir jedoch meist alleine. Denn sich überhaupt dort aufzuhalten, fühlt sich wahrscheinlich genauso beschämend an wie früher in der Ab-18-Abteilung eines Videoverleihs rumzulungern. Ich bin froh, dass wenigstens hier das Bodyshaming etwas abgenommen hat.

Große Größen kommen hier nicht rein

Ich lernte Hennes & Mauritz – kurz H&M – schon kennen, bevor der erste Laden in Deutschland eröffnet wurde. Ich werde nie vergessen, wie begeistert ich von dem coolen PopUp-Store in einem alten Kino in Zürich war. Super Preise für ein junges Ding, super Style und super Qualität (mein erstes Shirt von damals lebt noch 😉). Und ich erinnere mich, dass die Erwachsenen-Größen eine lange Zeit immerhin bis 46 gingen. Das änderte sich, als die Abteilung für große Größen eröffnet wurde. Für Mollige das gleiche diskriminierende Gefühl wie bei Violeta. Dann 2020 die Verbannung dieser Abteilung aus den Filialen in die anonyme Welt des Online-Handels, was sogar intellektuellen Blättern wie FAZ und ZEIT einen Artikel wert war. Eine Verbesserung? Die Meinungen sind geteilt.

Als Styling Coach berate ich einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung: Menschen von 16 bis 75 Jahren in sämtlichen möglichen Körperformen und -größen. Darum möchte ich hier meine Erfahrungen zu Bodyshaming mit Ihnen teilen. Was wir uns immer vor Augen halten sollten:

Die Menschen in unserer Gesellschaft sind nicht nur divers in den neu festgelegten Kategorien!

Sie sind es z.B., weil sie – wie ich – Eltern aus unterschiedlichen Kulturen haben. Meine Mutter beispielsweise kam aus Schlesien, mein Vater aus Ägypten. Schon meine Füße verraten das, denn ich muss in München ca. 50 Paar Schuhe anprobieren, bis welche passen, denn die Schnitte sind von Land zu Land unterschiedlich. Das erklärt, warum wir nicht einmal innerhalb einer Marke die gleiche Konfektionsgröße bei allen Produkten haben.

Die Kunden kennen und verwöhnen

Einen Riesenvorteil zum stationären Einzelhandel bieten da viele Online-Shopping-Plattformen: Konkrete Maß-Angaben und Empfehlungen für jedes Produkt und zukünftige Vorschläge aufgrund der eigenen Einkaufs- und Rückversands-Historie. Warum beklagt sich der Einzelhandel über Konkurse und Käufermangel, wenn er nicht mal den persönlichen Service bietet, seine Stammkundschaft zu katalogisieren und daraufhin passende Produkte zu bevorraten?

Maskulines Minus- oder PlusSize benötigt völlig andere Formen als Feminines, so dass nicht mal das gerade Unisex-Baumwoll-T-Shirt von ebenfalls diskriminierenden Einheiten XXS bis 7XL funktioniert. Klein und zierlich braucht andere Proportionen als lang und dünn, ebenso wie klein und üppig oder lang und kurvig. Mein Eindruck: Das scheint die wenigsten Hersteller zu interessieren.

Oft wird nur an der falschen Stelle gespart

Viele stylishe Stücke kämen für Mollige infrage, wenn es nicht am Reinschlüpfen scheitern würde. Mit einem geringen Stretch-Anteil sowie längeren Ausschnitten, Reißverschlüssen oder Knopfleisten könnten viel mehr Ladenhüter verkauft werden.  

Auf Größenangaben ist auch immer weniger Verlass: BHs in Größe 80B beispielsweise können 500 verschiedene Formen haben. Die Folge: Unterwäsche, Bademoden oder Strumpfwaren anzuschaffen ist für viele Menschen eine solche Tortur, dass sie resignieren und einfach irgendwas tragen, das gar nicht richtig sitzt.   

Dazu kommt, dass aktuelle Entwicklungen von Kleidungsproduzenten kaum berücksichtig werden. Kinder z.B. bekommen immer längere Füße, doch auch die bleiben beim Angebot außen vor. Kein Wunder, dass sie nur noch in Sneakers herumschlurfen… Und wieso wurden überhaupt Schuhgrößen festgelegt, wenn z.B. Sneakersocken drei Größen umspannen, die natürlich für niemanden so richtig gut funktionieren?  

Wir Menschen unterscheiden uns aber nicht nur aufgrund unserer Körperformen. Auch unsere Altersstufen sorgen für Diversität:

  • Viele haben den Wunsch, dass Kleidung unsere innere Entwicklung begleiten und äußerlich darstellen sollte. Darum wünschen sie sich für jede Ausbildungs- oder Karrierestufe ein Kleidungskonzept. Doch auf den Kleiderbügeln im Laden hängt das ärmellose Kleidchen, das für die durchtrainierte Influencerin geschneidert wurde…
  • Viele Frauen, die Kinder geboren haben, wünschen sich eine andere Art von Kleidung, die ihre neuen Lebenssituation besser unterstützt. Doch die Mom-Jeans löst hier keine Probleme…
  • Auch wenn sich Berufe, Leidenschaften, Sportarten und Bewegungsradius ändern, stellen wir neue Anforderungen an unsere Kleidung. Doch das Funktionsshirt alleine hilft uns da nicht weiter…
  • Im Laufe unseres Lebens erwerben wir evtl. Muskelpakete, Rundungen, aber auch Einschränkungen, Narben und Schmerzen durch Unfälle, OPs und Abnutzungen, die die konfektionierte Kleidung nicht berücksichtigt.

Was bedeutet das für uns Verbraucher*innen? BODYSHAMING ist überall!

Der Großteil von uns erlebt enorm viele Frustrationen beim Klamottenkaufen: „Passt nicht. Steht mir nicht. Fühle mich nicht wohl drin.“ Das sagen mir die Menschen dann. Deshalb wird ein gewaltiger Anteil an produzierter Kleidung gar nicht erst verkauft oder getragen. Was für eine Verschwendung von Zeit, Geld, Lust & Laune und Ressourcen. Was für eine Umweltverschmutzung!

Deshalb habe ich mich darauf spezialisiert, für meine Kund*innen individuelle Styling-Konzepte für ihre einzigartigen Körper zu entwickeln, die die besten Schnitte, Materialien und Muster für ihren Bodytype beinhalten. Und viele von ihnen haben so viele neue Lieblingsstücke entdeckt, die sie ohne mich keines Blickes gewürdigt hätten. U.a., weil sie durch Werbung und Social Media-Vorbilder oft Sachen schön finden, die gar nicht zu ihren eigenen Körpern, ihrem Wesen und ihrer Lebenssituation passen. Das zeigen mir die Kleiderschränke meiner Kund*innen ganz deutlich…

Meine Kund*innen nehmen deshalb vorbeugend meinen Service in Anspruch: Ich orientiere mich für Sie, wer was wie designt, um Ihnen Empfehlungen zu geben, die Sie bestmöglich vor Frustrationen bewahren. Vielleicht ist die beste Lösung für Sie der Gang zum Schneider oder Schuhmacher? Auch dabei begleite ich Sie gerne mit Design- und Material-Ideen sowie geprüften Adressen.

Wieso sollten Sie kostbare Zeit darauf verschwenden, die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen und nichts als Kompromisse und Fehlkäufe anzusammeln?

Dies können Sie noch heute mit Ihrem kostenfreien Strategiegespräch beenden:

0163-64 63 95 6

P.S.:

In Zeiten, in denen so viele Erdenbewohner reisen und migrieren wäre doch schon längst ein international einheitliches Maß-System fällig, das alle Größen umfasst, oder?

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Warum Sie sich nicht von Kleider-Größen verrückt machen lassen sollten

Der richtige BH

Bademoden kaufen: Wie aus Shopping-Frust Bade-Lust wird

Sommer, Sonne, Badenixen und Strandpiraten – am See, Pool oder Meer lässt sich der Sommer am besten genießen. Sie freuen sich auf den Urlaub, bekommen aber beim Gedanken an den Einkauf neuer Strandgarderobe ein mulmiges Gefühl im Magen? Da sind Sie nicht alleine.

Denn solche Anprobe-Situationen sind ja nicht gerade ein Genuss, nicht wahr?

  • Gnadenloses Neon-Licht in zu engen Umkleidekabinen.
  • Selten kompetente Hilfe in Sicht.
  • Oft ungeschultes Verkaufspersonal, das lieber aufräumt als den Kunden zu assistieren.
  • Die Sachen, die Ihnen gefallen, passen hinten und vorne nicht, und die Sachen, die Sie schöner machen würden, probieren Sie gar nicht erst an, weil Sie sich nicht vorstellen können, wie sie an Ihnen aussehen.
  • Peinliche Momente, wenn man fast nackt eine kompetente Meinung erfragen muss.
  • Viele Modelle gibt es nur im Set. Passt das Oberteil, tut es das Höschen noch lange nicht und umgekehrt.
  • Irgendwann haben Sie es satt: Sich immer wieder aufs Neue umzuziehen, um auf die Suche nach weiteren Modellen zu gehen, empfinden Sie als Zeitverschwendung und Zumutung.

Personal Shopping – auch für den Auftritt am Strand

Weil ich weiß, wie man aus dem Bademodenkauf ein Wohlfühlerlebnis macht, wird mein Styling Coaching von vielen Kundinnen sehr geschätzt: Ich kenne die richtigen Geschäfte, Marken, besten Passformen und kann Ihnen die Schnitte, Stoffe und Farben empfehlen, die ihrem persönlichen Styling-Konzept entsprechen. Ob Badeanzug, Bikini, Tankini, ob klassisch, trendy, elegant, glamourös oder sportlich. Ich weiß, dass sich Frauen vor dem Strandurlaub ein Beachwear Shopping-Erlebnis wünschen, das „kurz und schmerzlos“ ist. Deshalb konzipiere ich Einkaufstouren, die schnell zum Erfolg führen und Ihrem Wunschbudget entsprechen. 

Das Feedback meiner Bademoden-Kundinnen zu meiner Swimwear-Stilberatung lautet dann z.B.: „Aus einem notwendigen Übel wurde ein gerne und oft getragenes Lieblingsteil“. Zu ihrer großen Überraschung fanden mit meiner Hilfe viele Kundinnen sogar mehrere Stücke, in denen sie sich so wohl und attraktiv fühlten wie nie zuvor. Weil die meisten von uns nicht den Standardmaßen entsprechen, weiß ich, worauf es Ihnen ankommt.

copyright: Regina Tremmel

copyright: Regina Tremmel

Kein Kleidungsstück wird so selten getragen wie der Badeanzug oder Bikini. Und keines ist im Verhältnis dazu so kostspielig und muss gleichzeitig so viele verschiedene Anforderungen erfüllen:

  • Nicht zu modisch, um ein paar Jahre einsatzfähig zu sein
  • Überall Problemzönchen kaschieren und Vorzüge hervorheben
  • Perfekter Sitz bei jeder Bewegung, nass wie trocken
  • Beim Schwimmen soll nichts verrutschen, beim Sonnen nicht zu viel bedecken
  • 100 % sicher, aber ja nicht altmodisch
  • Sexy, aber nicht so offenherzig, dass Busenblitzer vorprogrammiert sind
  • Persönlich und fröhlich, aber dann doch nicht zu auffällig

Meine Beach Body-Devise:

Je individueller und luxuriöser Ihr Bade-Outfit erscheint, desto selbstsicherer und attraktiver wirken Sie auf andere!  

Mit der richtigen Schwimmbekleidung fallen garantiert niemandem kleinen Unebenheiten auf und Sie machen im Freibad, beim Surfen und auf der Pool-Party danach immer eine gute Figur. Und wenn Sie noch Accessoires wie den passenden Strohhut, die Strandtasche und das farblich abgestimmte Badelaken zu Ihrem Strandoutfit suchen, dann habe ich auch hier viele gute Empfehlungen für Sie. 

Wenn Sie sich beim Baden oder beim Wassersport sexy und stilsicher fühlen möchten, begleite ich Sie als Ihr Styling Coach und Ihre persönliche Stilberaterin in München und anderen deutschen und österreichischen Städten gerne beim Personal Shopping!

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