Upcycling statt Entsorgen: Wie Sie bei der Umgestaltung Ihres Wohnraums zu Interior-Superheld*innen werden

Wollen auch Sie Ihr Zuhause neu ordnen? 2020 war das Jahr, in dem wir so viel Zeit zu Hause verbracht haben wie noch nie. Viele nutzten die Zeit, um Wände zu streichen, Möbel zu verrücken und ihre Räume schöner zu machen. Dieser Trend wird 2021 bleiben: Alle räumen auf, ordnen, misten aus, um den vorhandenen Platz gut zu nutzen. Doch nicht von allen alten Dingen muss man sich trennen. In diesem Artikel zeige ich, wie ich für meine Kund*innen nachhaltige Ideen für ihre Einrichtung entwickle.

Suchbegriffe wie „Bücherregal Raumtrenner“, „Büro/Ankleidezimmer Ideen“ oder „Hausbibliothek einrichten“ boomen bei den Suchmaschinen. Hat auch Sie das Wohnfieber schon gepackt? Sind Sie zufrieden mit den Ergebnissen? Oder zögern Sie noch, weil Sie sich zwar einen neuen Look wünschen, aber ihre Einrichtungsgegenstände noch ganz in Ordnung sind?

Für die umweltbewussten unter Ihnen habe ich eine gute Nachricht:

Mein Interior Coaching erschafft neue Superhelden.

Denn zu meinen Umgestaltungs-Tipps gehören viele Upcycling-Ideen. Und so entwickeln meine Kund*innen neue Superkräfte, mit denen sie ihre Wohnräume mit ihren eigenen Händen (und meiner Unterstützung) zu Wohlfühloasen umgestalten. Nur ein paar Beispiele, die meine Kund*innen in den letzten Monaten umgesetzt haben:

  • Wände und Möbel streichen und tapezieren,
  • Möbel restaurieren, umfunktionieren und umlackieren,
  • Foto- und Bildergalerien gestalten,
  • Bilder malen oder
  • Urlaubsfotos in individuelle Wandkunst verwandeln,
  • Lampen designen,
  • Möbel mit verschiedenen Techniken umgestalten,
  • Polster neu beziehen,
  • Textilien umfärben,
  • Teppiche weben oder
  • Vorhänge, Decken und Kissen nähen und stricken…

Aus alt mach neu

Manchmal muss man etwas entfernen, damit etwas Wertvolleres mehr zur Geltung kommt. Das zeigt ein Fallbeispiel vom Sommer 2020. Ein hochwertiger Bücherschrank sollte raus aus dem antiken Esszimmer meiner Kundin Monika, damit die schönen Erbstücke ohne die Ablenkung des Bücher-Wirrwarrs wirken können.

Essbereich vorher

Doch Dinge einfach wegzuschmeißen, entspricht nicht meiner Philosophie.

Als Kind einer im zweiten Weltkrieg geborenen Mutter wurde ich dazu erzogen, Dinge solange zu benützen, bis sie wirklich kaputt und unbrauchbar waren. Was wir selbst nicht mehr brauchten, verkauften wir auf dem Flohmarkt, verschenkten oder spendeten es an Menschen, die Bedarf dafür hatten. Mit dieser Würdigung Ihrer Habe und Ihres Kapitals gehe ich auch an meine Styling und Interior Coachings heran – und unterstütze damit eine nachhaltige, ressourcenschonende und umweltbewusste Gestaltung Ihres Lebensraumes.

Essbereich nachher

Anstatt Monikas Schrank also einfach zu entsorgen, überlegte ich mir für ihn eine neue Funktion: Er wäre der perfekte – dringend benötigte – Schuhschrank im ebenso umgestalteten Eingangsbereich. Doch auch mit Schuhen statt Büchern würde er nicht „ruhiger“ und aufgeräumter.

Also lackierte Monika ihn in einer leuchtenden Farbe und verpasste ihm einen zum Konzept LAVENDER GARDEN passenden Vorhang, hinter dem die Schuhe aus dem Blickfeld verschwanden.

Upcycling von Möbeln hat viele Vorteile

Nun ist der neue Schuhschrank ein wahrer Blickfang und ein besonderes Einzelstück, an dem sich seine Besitzerin jeden Tag erfreut…,

  • weil sie bei der DIY-Umgestaltung eine persönliche Beziehung zu ihm aufgebaut hat,
  • weil sie neue Fertigkeiten erlernt hat,
  • weil er ein einzigartiger Hingucker ist,
  • weil die Wertschätzung der eigenen Besitztümer glücklich macht,
  • weil er einen guten Zweck erfüllt,
  • weil die Erschaffung von etwas Neuem Befriedigung verschafft und
  • weil dieses Upcycling viel schöner, aber auch günstiger als jede Neuanschaffung war.

So mancher stellt sich vor, dass Interior Designer – wie im Fernsehen – mit einem LKW vorfahren, Zimmer komplett leerräumen und sie auf einmal in etwas Unbekanntes, Neues verwandeln. Doch als Interior Coach ist mein Fokus bei Ihnen und Ihrem Leben.

Viele Menschen fürchten sich vor Veränderungen. Sie bedeuten unbekanntes Terrain – in den eigenen vier Wänden besonders befremdlich, nicht wahr? Wohin soll man sich denn dann flüchten – vor allem in diesen Zeiten? Viele wissen nicht, wo und wie sie beginnen sollen mit Neuerung oder Ordnung. Darum ist es ein vertrauenerweckender Prozess, erst einmal ein Stück selbst umgestalten und sich mit dem Ergebnis in seinem eigenen Tempo anfreunden zu können. Sie behalten die Kontrolle.

Haben Sie jetzt auch Lust darauf, Ihre Superkräfte zu entdecken und Ihr Heim einladender, gemütlicher, fröhlicher, persönlicher, aufgeräumter und zeitloser zu gestalten?

Der erste Schritt: Ihr kostenfreies Strategiegespräch mit mir. Ich freue mich darauf!

Lesen Sie dazu auch:

Wie Sie diese herausfordernden Zeiten produktiv nutzen können

CAPSULE WARDROBE und was Ihr Kleiderschrank wirklich braucht

Immer wieder sprießen neue Begriffe und Trends wie Pilze aus dem Boden – alle sprechen darüber und alle müssen es haben. Heute:

Was eine Capsule Wardrobe ist und was sie für Sie tun kann.

Die Foodies lassen für Avocado Toast alles stehen und liegen, die Fashionistas schwärmen für Marie Kondo und die CAPSULE WARDROBE! Was das ist?

Weniger ist mehr

Nun, es geht um ein Konzept für die Auswahl der Kleidung eines Menschen – unter minimalistischen Kriterien. Der Begriff „Capsule Wardrobe“ stammt von Susie Faux, einer Inhaberin einer Londoner Boutique namens Wardrobe. Bekannt wurde das Konzept dann durch die amerikanische Designerin Donna Karan, denn sie brachte 1985 eine Kollektion heraus, die aus nur sieben untereinander kombinierbaren Kleidungsstücken bestand.

Die Prinzipien der Capsule Wardrobe lauten also: Wenige Stücke. Zeitlos und klassisch. Farblich und vom Einsatzzweck her gut kombinierbar. Klingt einfach, nicht wahr? Doch ganz so leicht ist es nicht, denn es geht nicht einfach nur darum, auszumisten und beliebige 37 Blusen, Röcke, Schuhe, Handtaschen, Mäntel, Jacken und Pullis übrig zu lassen.

  • Es müssen die richtigen Stücke sein.
  • Es braucht ein langfristig leicht umsetzbares Konzept für Farben, Formen und Materialien, die 100% zu Ihnen passen.
  • Es braucht ein Konzept für die Ordnung im Kleiderschrank.

Schon seit vielen Jahren organisiere ich die Garderoben meiner Kundinnen und Kunden nach diesem System – ganz egal, ob am Ende 10 oder 260 oder 1064 Teile übrigbleiben sollen. Dieser interessante Beitrag zeigt treffend auf, wie ich schon von Anbeginn meines Styling Coachings an das Thema Kleiderschrank herangegangen bin.

Mein Prinzip Nummer eins: ORDNUNG

  • Haben Sie Ihre Garderobe auf verschiedene Etagen, Räume und Möbel verteilt?
  • Verräumen Sie zwei Mal im Jahr Sommer- oder Wintersachen?
  • Kaufen Sie öfter mal was, das Sie schon haben?
  • Haben Sie mehrere Kleidungsstücke übereinander hängen?
  • Ist Ihr Schrank nicht nur ein Hort für Kleidung, sondern auch für Hauswäsche, Koffer, Elektrogeräte, Bürokram und Memorabilien aller Art?
  • Gibt es keine rechte Einteilung der Genres?
  • Haben Sie Sachen mit Preisschild im Schrank? 

Ohne eine klare Struktur verschwinden Kleidungsstücke im Schrank wie Socken in der Waschmaschine! Darum ist eine leicht zu bewahrende und nachhaltige Ordnung das wichtigste Prinzip einer wunderbaren Garderobe.

Wie viel Zeit und Geld Unordnung kosten kann, weiß auch Sabine, die diesem Thema einen ganzen Blog gewidmet hat: ORDNUNGSLIEBE.

Wer keinen Überblick über seine Besitztümer hat, kauft oft doppelt.

Deshalb widme ich einen großen Teil meiner Beratung der Gestaltung von Ordnung im Kleiderschrank. Viele wunderbare Geschichten entstanden: Frauen und Männer, die spontan Kleiderschränke komplett umräumten, gleich neu kauften und aufbauten oder grundsätzlich Wohnräume umgestalteten – mit oft erstaunlichen Ergebnissen: Mehr Freude und Wertschätzung an den Kleidungsstücken, mehr Spaß am eigenen Outfit und enorme Zeitersparnis.

Mein Prinzip Nummer zwei: ANALYSE

„Die Bestandsaufnahme ist der erste Schritt, um sich einen Überblick über alle Kleidungsstücke zu verschaffen“, meint auch the ONGC, das Blogazine für Nachhaltigkeit. Das kann ich nur unterschreiben. Die Bestandsaufnahme ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit, denn natürlich will ich Ihre wertvollen Kleidungsstücke bewahren und optimal für Ihr Kleidungskonzept nutzen. Durch diesen analytischen Gang durch die Garderoben profitieren Sie davon…

  • einen frischen Blick auf Ihr jetziges ICH und Ihre Wirkung auf andere zu werfen.
  • jedes einzelne Teil Ihrer Garderobe durch mein neutrales, emotional ungebundenes Auge zu betrachten.
  • Ihr Kapital im Schrank für Ihr heutiges ICH und Ihre zukünftigen Ziele optimal zu nutzen.

Mein Prinzip Nummer drei: KONZEPT

Natürlich braucht Garderobe ein Konzept. Eines, das den Stil und die Persönlichkeit eines Menschen zu 100 Prozent transportiert. Eines, mit dem Sie sicher und schnell kombinieren und einkaufen können, egal ob sie 7 oder 7000 Kleidungsstücke in Zukunft besitzen und nutzen wollen. Eines, mit dem Sie wissen: „Das steht MIR, und das brauche ich erst gar nicht anzuprobieren.“ Immer wieder berichten mir meine KundInnen, wie viel leichter ihr Leben ist, seit sie ein Konzept für ihre Kleidung haben.

Das ist ja auch das Ziel der Capsule Wardrobe:

  • Zeit, Geld und Energie sparen,
  • weniger Entscheidungen treffen müssen,
  • wissen, was passt.

Ein Konzept entwickelt Ihr Kombinationstalent!

Ob Sie es nun „Capsule Wardrobe“ nennen oder einfach Ihr Kleidungskonzept: Ziel ist es, am Ende Klamotten im Schrank zu haben, aus denen sich stilsicher ganz unterschiedliche Outfits für jeden Anlass zusammenstellen lassen. Egal, ob für Job oder Freizeit, Date oder Bewerbungsgespräch, Tag oder Abend. Auf dem Weg dorthin begleite ich Sie gerne!

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