CAPSULE WARDROBE und was Ihr Kleiderschrank wirklich braucht

Immer wieder sprießen neue Begriffe und Trends wie Pilze aus dem Boden – alle sprechen darüber und alle müssen es haben. Heute:

Was eine Capsule Wardrobe ist und was sie für Sie tun kann.

Die Foodies lassen für Avocado Toast alles stehen und liegen, die Fashionistas schwärmen für Marie Kondo und die CAPSULE WARDROBE! Was das ist?

Weniger ist mehr

Nun, es geht um ein Konzept für die Auswahl der Kleidung eines Menschen – unter minimalistischen Kriterien. Der Begriff „Capsule Wardrobe“ stammt von Susie Faux, einer Inhaberin einer Londoner Boutique namens Wardrobe. Bekannt wurde das Konzept dann durch die amerikanische Designerin Donna Karan, denn sie brachte 1985 eine Kollektion heraus, die aus nur sieben untereinander kombinierbaren Kleidungsstücken bestand.

Die Prinzipien der Capsule Wardrobe lauten also: Wenige Stücke. Zeitlos und klassisch. Farblich und vom Einsatzzweck her gut kombinierbar. Klingt einfach, nicht wahr? Doch ganz so leicht ist es nicht, denn es geht nicht einfach nur darum, auszumisten und beliebige 37 Blusen, Röcke, Schuhe, Handtaschen, Mäntel, Jacken und Pullis übrig zu lassen.

  • Es müssen die richtigen Stücke sein.
  • Es braucht ein langfristig leicht umsetzbares Konzept für Farben, Formen und Materialien, die 100% zu Ihnen passen.
  • Es braucht ein Konzept für die Ordnung im Kleiderschrank.

Schon seit vielen Jahren organisiere ich die Garderoben meiner Kundinnen und Kunden nach diesem System – ganz egal, ob am Ende 10 oder 260 oder 1064 Teile übrigbleiben sollen. Dieser interessante Beitrag zeigt treffend auf, wie ich schon von Anbeginn meines Styling Coachings an das Thema Kleiderschrank herangegangen bin.

Mein Prinzip Nummer eins: ORDNUNG

  • Haben Sie Ihre Garderobe auf verschiedene Etagen, Räume und Möbel verteilt?
  • Verräumen Sie zwei Mal im Jahr Sommer- oder Wintersachen?
  • Kaufen Sie öfter mal was, das Sie schon haben?
  • Haben Sie mehrere Kleidungsstücke übereinander hängen?
  • Ist Ihr Schrank nicht nur ein Hort für Kleidung, sondern auch für Hauswäsche, Koffer, Elektrogeräte, Bürokram und Memorabilien aller Art?
  • Gibt es keine rechte Einteilung der Genres?
  • Haben Sie Sachen mit Preisschild im Schrank? 

Ohne eine klare Struktur verschwinden Kleidungsstücke im Schrank wie Socken in der Waschmaschine! Darum ist eine leicht zu bewahrende und nachhaltige Ordnung das wichtigste Prinzip einer wunderbaren Garderobe.

Wie viel Zeit und Geld Unordnung kosten kann, weiß auch Sabine, die diesem Thema einen ganzen Blog gewidmet hat: ORDNUNGSLIEBE.

Wer keinen Überblick über seine Besitztümer hat, kauft oft doppelt.

Deshalb widme ich einen großen Teil meiner Beratung der Gestaltung von Ordnung im Kleiderschrank. Viele wunderbare Geschichten entstanden: Frauen und Männer, die spontan Kleiderschränke komplett umräumten, gleich neu kauften und aufbauten oder grundsätzlich Wohnräume umgestalteten – mit oft erstaunlichen Ergebnissen: Mehr Freude und Wertschätzung an den Kleidungsstücken, mehr Spaß am eigenen Outfit und enorme Zeitersparnis.

Mein Prinzip Nummer zwei: ANALYSE

„Die Bestandsaufnahme ist der erste Schritt, um sich einen Überblick über alle Kleidungsstücke zu verschaffen“, meint auch the ONGC, das Blogazine für Nachhaltigkeit. Das kann ich nur unterschreiben. Die Bestandsaufnahme ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit, denn natürlich will ich Ihre wertvollen Kleidungsstücke bewahren und optimal für Ihr Kleidungskonzept nutzen. Durch diesen analytischen Gang durch die Garderoben profitieren Sie davon…

  • einen frischen Blick auf Ihr jetziges ICH und Ihre Wirkung auf andere zu werfen.
  • jedes einzelne Teil Ihrer Garderobe durch mein neutrales, emotional ungebundenes Auge zu betrachten.
  • Ihr Kapital im Schrank für Ihr heutiges ICH und Ihre zukünftigen Ziele optimal zu nutzen.

Mein Prinzip Nummer drei: KONZEPT

Natürlich braucht Garderobe ein Konzept. Eines, das den Stil und die Persönlichkeit eines Menschen zu 100 Prozent transportiert. Eines, mit dem Sie sicher und schnell kombinieren und einkaufen können, egal ob sie 7 oder 7000 Kleidungsstücke in Zukunft besitzen und nutzen wollen. Eines, mit dem Sie wissen: „Das steht MIR, und das brauche ich erst gar nicht anzuprobieren.“ Immer wieder berichten mir meine KundInnen, wie viel leichter ihr Leben ist, seit sie ein Konzept für ihre Kleidung haben.

Das ist ja auch das Ziel der Capsule Wardrobe:

  • Zeit, Geld und Energie sparen,
  • weniger Entscheidungen treffen müssen,
  • wissen, was passt.

Ein Konzept entwickelt Ihr Kombinationstalent!

Ob Sie es nun „Capsule Wardrobe“ nennen oder einfach Ihr Kleidungskonzept: Ziel ist es, am Ende Klamotten im Schrank zu haben, aus denen sich stilsicher ganz unterschiedliche Outfits für jeden Anlass zusammenstellen lassen. Egal, ob für Job oder Freizeit, Date oder Bewerbungsgespräch, Tag oder Abend. Auf dem Weg dorthin begleite ich Sie gerne!

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Kleine Veränderung – große Wirkung: So pimpen Sie Ihre Garderobe

Oft ist es nur Kleinigkeit, die aus einem langweiligen Basic ein individuelles Statement-Piece macht. Hier meine zwölf Tipps zum Frühlinganfang, mit denen Sie Ihre Garderobe mit kleinen, aber feinen Tricks an aktuelle Trends anpassen können.

Upcycling - Kopie

Frühlingsgefühle im Kleiderschrank? Sie haben Lust auf neue Kleidung und einen frischen Style, aber sie wollen sich nicht von Ihren Lieblingsoutfits trennen? Mit ein wenig kreativem Upcycling können Sie Ihren Kleidern, Blusen oder Hosen zu neuer Strahlkraft zu verhelfen. Und damit auch nachhaltig Ihre Investition in hochwertige Kleidungsstücke schützen.

Hier meine zwölf besten Upcycling-Tipps für mehr Style und Individualität:

1. Gürtel: Kleidung nie mit dem billigen Stoff- oder Plastik-Gürtel tragen, der dabei ist. Viele unterschiedliche, interessante Ledergürtel werten ein und dasselbe Kleidungsstück erheblich auf und bieten immer neue Kombinationsmöglichkeiten.
2. Knöpfe: Billige Ware erkennt man am ehesten an den Knöpfen. Diese also bei einem Schnäppchen gegen wertvollere Knöpfe auszutauschen, ist die beste und günstigste Form, es zu pimpen und zu personalisieren.
3. Broschen: Glanzlose Woll-Blazer oder -Mäntel werden durch außergewöhnliche Straß-Broschen in Tier-, Blatt- oder Blütenform zum Hingucker. So können Sie sie auch gleich farblich an Ihre jeweilige Kleidung anpassen.
4. Länge verändern: Manch teures Kleidungsstück ist aus der Mode gekommen, bevor man es auftragen konnte. Wenn es noch passt, kann man es z.B. kürzen, um es zu modernisieren. Bei Röcken, Jacken und Mänteln klappt das sehr gut.
5. Motto-Shirts: Personalisieren Sie einfarbige T-Shirts mithilfe von persönlichen Glaubenssätzen aus aufgebügelten Buchstaben oder Foto-Prints aus dem Urlaub. Gibt´s im Internet oder im Copyshop.
6. Textilfarbe: Wie viele weiße T-Shirts und Blusen kann ein Mensch in seinem Leben auftragen? Oft fehlen bestimmte Farben im Schrank, darum färben Sie doch einfach einige dieser weißen Basics mit Textilfarbe aus dem Drogeriemarkt passend zu Ihrer restlichen Garderobe ein.
7. Fellkragen: Bunte Fake-Fur-Kragen verpassen jedem alten Pulli und jeder Jacke den Hollywood-Look.
8. Ellenbogen-Pads: Bunte lederne Pads sind schnell aufgenäht oder -gebügelt und geben jedem Strickteil (Pulli, Jacke, Cardigan, Blazer) eine sportliche, kostbare Note.
9. Borten: Damit können Sie aus einem Kleidungsstück ein Designer-Teil zaubern. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, aber berücksichtigen Sie dabei die Farben Ihrer Kombinationsteile.
10. Reißverschluss-Schmuck: Kleine Anhänger verleihen z.B. Ihrer rauen Jeans-Kleidung eine Menge Glamour.
11. Blüten: Für ein paar Euro verschönern Sie mit Seiden-, Filz- und Glitzer-Blüten zum Anstecken Ihre Rollis, Jacken, Taschen, Gürtel, Mützen, Outdoor-Kleidung.
12. Schuh-Clips: Neue Schuhe sind teuer und oft unbequem. Wieso also nicht mal Ihre unscheinbaren Lieblingstreter mit interessanten Clips aufwerten?

Gerne sehe ich mir Ihre Garderobe an und gebe Ihnen persönliche DO-IT-YOURSELF-Tipps!

Ihr Styling Coach Jasmin Leheta